Über XAKT


Meine Reise in Sounddesign und elektronische Musik hat einen langen Anlauf genommen. Ursprünglich aus dem Grafikdesign kommend, bin ich schließlich meiner inneren Stimme gefolgt. Seit den 90ern fasziniert mich die Wirkung von Klang – geprägt vor allem durch Hip-Hop und Geräte wie die Akai MPC 2000, die mir früh gezeigt haben, wie viel kreative Kontrolle in einem einzelnen Tool stecken kann. Parallel dazu eröffnete der PC neue Möglichkeiten der Musikproduktion, die mich nachhaltig geprägt haben.

Ohne musikalisches Umfeld blieb es lange ein intensives Hobby: produzieren, experimentieren, lernen. Erst einschneidende persönliche Ereignisse rund um 2022 haben meine Verbindung zu Musik und Klang deutlich vertieft. Gleichzeitig wurde mir klar, dass ich mir den Raum schaffen kann, diesen Weg konsequent zu verfolgen.

Heute liegt mein Fokus auf Sounddesign und elektronischer Musik als offenes Feld: Exploration, Entwicklung eigener Arbeitsweisen und das Formen vielschichtiger Klanglandschaften. Es geht darum, im kreativen Prozess aufzugehen – und das, was daraus entsteht, nach außen zu tragen.

XAKT. Also ich. Selfie am Arbeitsplatz.

Die Technik


Wesentlicher Bestandteil bei der Erzeugung der Tracks ist die Modulare Synthese. Für viele ist das sicher zunächst ein ungewohnter, etwas sperriger Begriff. Im Grunde ist das aber nur eine technische Beschreibung der gewählten Vorgehensweise bei der Klangerzeugung. Gemeint ist die Klangerzeugung mit sogenannten Modularen Synthesizern.

Das sind Synthesizer die sich in ihren unterschiedlichen Bestandteilen aus einzelnen, austauschbaren Modulen zusammensetzen. Gängige Module sind z.B. Klangerzeugung (Oszillator, Sampler), Klangformung (Filter, Verzerrer, Verstärker/Abschwächer) und Modulatoren um Parameter der Klangbeschaffenheit im zeitlichen Verlauf zu verändern (Hüllkurven, langsame Oszillatoren, Sequencer). Damit diese einzelnen Module ein als Einheit spielbares Instrument bilden, werden sie mit über die Frontplatten einsteckbare Kabel verbunden. Diese Verkabelungen sind variabel und den jeweiligen Bedürfnissen der Klangerzeugung entsprechend anpassbar bzw. umsteckbar.

Die Zusammensetzung aus einzelnen Modulen entstammt der Zeit in der Synthesizer als Instrument erfunden bzw. entwickelt wurden. Erst später gab es komplette, in ihren technischen Eigenschaften unveränderliche Geräte, wie die meisten Menschen sie heute kennen. Und obwohl diese fertigen Komplett-Synthesizer in vielerlei Hinsicht praktischer sind und in der Summe der Einzelteile in der Regel auch weniger kosten als ein vergleichbarer Modular-Synthesizer, erfreut sich die flexiblere Bauform einer immer größer werdenden Beliebtheit.

Mit etwas handwerklichem Geschick kann man viele Module auch selber zusammenlöten. Entsprechende Bausätze werden mit Anleitungen angeboten und kosten dann einiges weniger als ihre fertig montierten Pendants.

Oder man nähert sich von der anderan Seite an die Materie und fängt mit Software Modular-Synthesizern an. Diese bilden die Hardware recht naturgetreu nach, inklusive virtueller Kabel mit denen man die Module verbindet.

Mein „großer“ Modular-Synth. Größe ist relativ, andere haben mit sowas auch mal eine ganze Wand voll…

Ein histoorischer Moog Synthesizer aus den späten 60er Jahren: die Anfangszeit der kommerzialisierung elektronischer Instrumente.

Modulares Komponieren


Die Modulare Synthese ist dabei nicht Mittel zum Zweck, sondern der bewusst gewählte Weg. Ein Weg der schon während der Komposition immer neue, oftmals unvorhergesehene Wendungen bereithält. Verbindungen werden, mal mehr und mal weniger gezielt, immer wieder neu gesetzt. Die durch Modulation und händisches Bedienen getätigten fortwährenden Parameteränderungen an Klangeigenschaften, sowie am zeitlichen und rhythmischen Verlauf, schaffen organische Lebendigkeit durch Bewegung.

Das unterscheidet diese Vorgehensweise wesentlich von den üblicherweise verwendeten Kompositionstechniken, bei denen schriftliche Notation, Loop basierte Aufnahmen oder die direkte Eingabe von Notenwerten in die Pianoroll am Computer angewendet werden.

Ein mobiler Modular-Synth von mir. Die Module sind in einem „Koffer“-Gehäuse verbaut. Den Deckel kann man trotz aller Kabel schließen und dann damit unterwegs sein.

Updates gibt es auf den Socials!